Wertpapiere

Depot-Vergleich: Es kommt nicht nur auf den Preis an

Von Markus Neumann

Depot-Vergleich: Der Weg an die Börse führt über ein Aktiendepot

Der Weg an die internationalen Kapitalmärkte führt über ein Wertpapierdepot: Blick in den Handelssaal der Börse Frankfurt.

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Anleger können viel Geld sparen, wenn sie sich für ein günstiges Wertpapierdepot entscheiden. Unser Depot-Vergleich beleuchtet die Kosten verschiedener Anbieter sowie ihre Stärken und Schwächen. Es ist offenbar ein bisschen wie beim Fliegen: In der Holzklasse sollten Anleger nicht allzu viel Komfort erwarten.

Wer in Aktien, Anleihen oder Fonds investieren will, braucht ein Wertpapierdepot. Das ist ein spezielles Konto, auf dem Banken für ihre Kunden Wertpapiere verwahren. Früher waren Urkunden aus Papier bei dem depotführenden Geldinstitut hinterlegt. Verkaufte ein Anleger beispielsweise Aktien, musste die Bank des Verkäufers die entsprechenden Urkunden per Post an das Institut des Käufers schicken. Das läuft heute anders. Wertpapiere werden in der Regel nicht mehr bewegt – eine zentrale Sammelstelle verwahrt sie. Auf den Depotkonten buchen die Banken nur noch die Transaktionen ihrer Kunden.

Private und auch die meisten institutionellen Anleger haben keinen direkten Zugang zu den Börsen, an denen Wertpapiere gehandelt werden. Kauf- und Verkaufsaufträge, sogenannte Orders, müssen sie über Banken oder sogenannte Broker an den Börsen platzieren. Dort werden die Orders dann von einem Makler oder einem elektronischen Handelssystem wie Xetra ausgeführt und anschließend von der Bank im Depot eingebucht.

Der Unterschied zwischen Filial- und Direktbanken

Ein Aktiendepot mit Börsenzugang können Anleger bei so gut wie jeder Bank in Deutschland eröffnen. Hinzu kommen Broker, die sich allein auf das Geschäft mit Wertpapieren konzentrieren und keine anderen Bankdienstleistungen wie Girokonten, Baufinanzierungen und Tagesgeldkonten anbieten.

Die Banken lassen sich in zwei Gruppen unterteilen: In Filialbanken und sogenannte Direktbanken. Filialbanken wie etwa die Deutsche Bank unterhalten ein – zunehmend schrumpfendes – Netz von Geschäftsstellen, in denen sich Kunden beraten lassen und ihre Transaktionen in Auftrag geben. Direktbanken haben dagegen keine Filialen. Die Kommunikation mit den Kunden läuft allein über Telefon, Fax und das Internet. Zudem bieten sie keine Anlageberatung an. Die Zielgruppe von Direktbanken sind Anleger, die wissen, welche Wertpapiere sie kaufen wollen.

Ein Depot-Vergeich zeigt große Preisdifferenzen

Auch bei den Preisen für ein Wertpapierdepot und beim Service unterscheiden sich Filial- und Direktbanken deutlich. Filialbanken sind teuer. Dafür wickeln sie den Kauf von Wertpapieren ab. Bei Direktbanken müssen sich die Kunden selber darum kümmern. Dafür sind sie deutlich günstiger. Wer bereit ist, seine Börsenaufträge selbstständig am Computer zu erteilen, kann mehrere hundert Euro im Jahr sparen, wie ein Depot-Vergleich zeigt.

Während beispielsweise bei der Frankfurter Sparkasse ein Wertpapierdepot 679 Euro im Jahr kostet (Depotwert: 50.000 Euro, 16 Orders in Höhe von 5000 und 2000 Euro), verlangt die DKB, die Direktbank mit dem niedrigsten Preis*, lediglich 174 Euro – 505 Euro weniger, ermittelte die Stiftung Warentest. Online-Broker sind noch günstiger: Bei der Onvista Bank* beispielsweise kostete das Depot nur 104 Euro im Jahr.

Da erfolgreiche Geldanlage ein langfristiges Unterfangen ist, kann man davon ausgehen, dass Anleger ihr Aktiendepot wenigstens 30 Jahre lang unterhalten. Über diesen Zeitraum summiert sich die Ersparnis auf 15.150 Euro. Angenommen ein Bankkunde verjubelt dieses Geld nicht, sondern investiert es jährlich in ein diversifiziertes Portfolio aus verschiedenen Anlageklassen, dann wächst die Ersparnis auf rund 35.200 Euro an bei einer unterstellten durchschnittlichen Rendite von 5 Prozent pro Jahr.

Je größer die Order, desto höher ist in der Regel der Preis

Die Gesamtkosten für ein Depot setzen sich zusammen aus einem Entgelt für die Verwahrung der Wertpapiere und den Kosten für Wertpapierorders. Das Depotentgelt ist bei den Filialbanken in der Regel umso höher, je größer die verwaltete Anlagesumme ist. Bei einigen Direktbanken ist das Depot kostenlos. Andere nehmen nur dann kein Entgelt für die Verwahrung von Wertpapieren, wenn verschiedene Bedingungen erfüllt sind. Bei der 1822 direkt etwa müssen Anleger mindestens eine Wertpapierorder pro Quartal in Auftrag geben oder einen Sparplan ausführen lassen. Bei der Netbank sind jährlich acht Wertpapiertransaktionen oder vier Sparplanausführungen oder ein Mindestdepotbestand von 20.000 Euro Voraussetzung.

Auch die Unterschiede bei den Kosten für eine Wertpapierorder sind beträchtlich, zeigt unser Depot-Vergleich. Bei fast allen Anbietern hängt der Preis von der Größe der Order ab. Allerdings verlangen sie meist auch einen Mindestpreis, sodass sehr kleine Wertpapieraufträge von nur ein paar 100 Euro unverhältnismäßig teuer werden. Die beiden Online-Broker Onvista Bank und Flatex berechnen dagegen einen niedrigen Festpreis, unabhängig von der Größe der Order. Die Direktbank DKB bietet ein Zweistufenmodell an: Orders unter 10.000 Euro kosten pauschal 10 Euro. Bei Beträgen darüber werden 25 Euro fällig.

Ein Wertpapierkauf  über einer Filialbank in Höhe von 5000 Euro kostet in der Regel rund 1 Prozent, also 50 Euro. Bei den Direktbanken zahlen Anleger zwischen 10 und 20 Euro für einen Kaufauftrag in dieser Höhe. Noch günstiger sind das Festpreisdepot der Onvista Bank* (5 Euro) und das Flatex-Depot* (5,90).

Die Nebenkosten einer Wertpapierorder

Zusätzlich zu dem Entgelt, das der Depot-Anbieter verlangt, muss ein Anleger bei einer Order für die Nutzung der jeweiligen Börse bezahlen. Die Direktbanken verlangen dafür meist eine Pauschale. Die ING-Diba berechnet für Wertpapieraufträge über das Handelssystem Xetra 1,75 Euro. Bei einem Kauf oder Verkauf über eine der Regionalbörsen, etwa in Frankfurt oder Stuttgart, werden 2,50 Euro fällig.

Die regionalen Handelsplätze verlangen zusätzlich eine Courtage für ihre Makler (Spezialisten genannt), die den Handel betreuen. Die Höhe dieser Kosten hängt von der Größe der Order und vom Börsenplatz ab. In Frankfurt werden für einen Wertpapierauftrag über 5000 Euro etwa 2,50 Euro fällig, in München sind es vier Euro.

Ein weiterer Kostenfaktor ist der sogenannte Spread. Das ist die Differenz zwischen Verkaufs- und Kaufpreis. Aus der Perspektive eines Privatanlegers ist der Preis, zu dem er ein Wertpapier verkaufen kann, immer niedriger als der Kaufpreis. Die Differenz kassiert der jeweilige Verkäufer, etwa ein Börsenhändler. Der Spread ist umso höher, je seltener ein Wertpapier gehandelt wird.

Im sogenannten Direkthandel mit der Berliner Börse Tradegate oder außerbörslichen Wertpapierhandelshäusern fallen weder Courtagen noch Börsenplatzentgelte an. Allerdings müssen Anleger darauf  achten, dass ihnen keine schlechteren Preise als an anderen Handelsplätzen gestellt werden.

Was also eine Order unter dem Strich genau kostet, hängt neben Entgelt für den Broker noch von weiteren Faktoren ab, die sich nur für den Einzelfall exakt berechnen lassen.

Depot-Vergleich: Preise für Wertpapierorders in der Übersicht

Die folgende Tabelle listet die Preismodelle für Wertpapierorders von Finanzdienstleistern auf, die eine kostenlose Depotführung ohne Nebenbedingungen anbieten und auch Sparpläne auf börsengehandelte Indexfonds (ETF) im Programm haben. Anbieter, die diese beiden Kriterien nicht erfüllen, kommen beim Depot-Vergleich von Fairvalue nicht in die engere Wahl.

Von einem kostenlosen Depot profitieren vor allem jene Anleger, die Wertpapiere lange halten und wenig handeln. Fairvalue empfiehlt Privatanlegern eine solche Anlagestrategie mit ETF. Dabei wird in das Portfolio nur eingegriffen, wenn sich einzelne Positionen zu weit von ihrem ursprünglichen Gewicht entfernen.

Zur Kundenwerbung unterbreiten Depot-Anbieter regelmäßig sehr günstige Lockangebote. Diese Offerten gelten immer nur für einen begrenzten Zeitraum. Deswegen haben wir in unserem Depot-Vergleich ausschließlich die regulären Preise betrachtet, die Kunden dauerhaft bezahlen müssen.

Depots im Vergleich: Zwei Online-Broker bieten Anlegern die niedrigsten Preise für Wertpapierorders***

Quellen: Depot-Anbieter, Stand: Juli 2019.

*Order bis 10.000 Euro kosten 10 Euro, ab 10.000 beträgt die Pauschale 25 Euro.
**Bis 1.200 €: 9,95 €, bis 2.600 €: 17,95 €, bis 5.200 €: 29,95 €, bis 12.500 €: 39,95 €, bis 25.000 €: 54,95 €, über 25.000 €: 69,95 €.Bis 1.200 €: 9,95 €, bis 2.600 €: 17,95 €, bis 5.200 €: 29,95 €, bis 12.500 €: 39,95 €, bis 25.000 €: 54,95 €, über 25.000 €: 69,95 €.
***Preise ohne Nebenkosten.

Was wenig kostet, ist nicht unbedingt gut

Die Depot-Vergleiche der Stiftung Warentest und der zahllosen Vergleichsseiten im Internet beurteilen die Anbieter allein nach den Kosten. Wer die niedrigsten Preise bietet, steht in den Rankings oben. Doch was billig ist, ist nicht unbedingt gut. Denn qualitative Kriterien wie der Kundenservice fallen gänzlich unter den Tisch.

Den Service einer Bank zu testen, ist ein aufwendiges Unterfangen. Dafür fehlen Fairvalue derzeit die Mittel. Wir haben stattdessen einen Blick auf die Kundenbewertungen bei  Trustpilot geworfen. Auf der Website können Verbraucher ihre Erfahrungen mit Unternehmen schildern und eine Bewertung zwischen einem und fünf Sternen („hervorragend“) abgeben. Die Ergebnisse für Finanzdienstleister sind ziemlich niederschmetternd, wie die folgende Tabelle zeigt. Um das Gesamtbild abzurunden, haben wir auch Banken dazu genommen, die unsere Auswahlkriterien nicht erfüllen.

Auf dem Portal Trustpilot stehen Banken nicht sonderlich hoch in der Gunst der Verbraucher

Quelle: Trustpilot, Stand: Juli 2019.

Nun gibt es eine Reihe von Gründen, warum man die Bewertungen nicht allzu hoch hängen sollte: Viele Bankkunden nutzen Trustpilot, um Dampf abzulassen, wenn ihnen beispielsweise das Konto gekündigt oder ein Kredit nicht genehmigt wurde. Ob es dafür gute Gründe gab, können wir nicht beurteilen. Für zufriedene Kunden gibt es dagegen keinen Anreiz, ihre Zeit mit Lobeshymnen zu verplempern. Insofern ist es naheliegend, dass die negativen Bewertungen überwiegen.

Hinzu kommt: Bei den meisten Banken ist die Anzahl der Bewertungen zu gering, um aussagekräftig zu sein. Auch die Berechnung des Trustpilot-Scores ist nicht transparent. Dennoch liefern die Bewertungen zumindest einen Anhaltspunkt für die Servicequalität der Banken. Die vergleichsweise gute Bewertung der ING-Diba* deckt sich jedenfalls mit der persönlichen Erfahrung des Autors.

Fairvalue-Empfehlung

Bei der Auswahl eines Depots sollte nicht allein der Preis im Vordergrund stehen. Niedrige Kosten sind wichtig, aber ein Finanzdienstleister sollte auch zu den Bedürfnissen und der Erfahrung eines Anlegers passen.

Wenn Sie sich für einen Online-Broker oder eine Direktbank entscheiden, können Sie viel Geld sparen. Sie müssen aber auch bereit sein, ihre Wertpapierorders selbständig am Computer aufzugeben. Das ist letztlich nicht schwieriger als einen Flug im Internet zu buchen. Doch Sie kommen nicht umhin, sich zumindest ein wenig mit dem Börsenhandel zu beschäftigen.

Falls Sie vorhaben eine aktive Anlagestrategie umzusetzen und viel handeln wollen, sind Sie am besten bei der Onvista Bank* oder Flatex* aufgehoben. Das sind zwar vergleichsweise kleine Anbieter. Doch Ihr Depot ist dort genauso sicher wie bei einer großen Bank. Depot-Anbieter verwahren Wertpapiere immer nur als Treuhänder für Sie. Aktien, Anleihen und Fondsanteile bleiben in Ihrem Eigentum. Geht ein Anbieter Pleite, müssen Ihre Wertpapiere vom Insolvenzverwalter herausgegeben werden.

Flatex hat allerdings zwei Nachteile: Für die Buchung von Dividenden ausländischer Aktien verlangt der Onlinebroker 5,90 Euro, wenn die Ausschüttung 15 Euro und mehr beträgt. Wenn Sie etwa in amerikanische Unternehmen investieren wollen, die ihre Dividenden in der Regel quartalsweise bezahlen, kann es teuer werden. Außerdem berechnet Flatex einen Negativzins von -0,4 Prozent pro Jahr für Geld, das auf dem Verrechnungskonto geparkt ist.

Bei der Onvista Bank, die 2019 mit zwei Preiserhöhungen auf sich aufmerksam machte, scheint es hin und wieder zu technischen Problemen bei der Ordererteilung zu kommen. In der Facebook-Gruppe ETF-Strategie beschwerten sich im Juli 2019 zwei Nutzer über Fehlermeldungen. Beide Gruppenmitglieder klagten zudem über den Kundenservice. In einem Fall hatte der noch nicht auf die Anfrage reagiert, weswegen der Anleger Rat in der Diskussionsgruppe suchte. Im zweiten Fall hatte der Onvista-Kunde den Kundenservice zwar telefonisch erreicht. Doch der konnte ihm nicht weiterhelfen. Zitat: „Telefonsupport konnte dazu keine kompetente Aussage treffen.“

Das mögen Einzelfälle sein. Dennoch drängt sich die Vermutung auf, dass wegen der niedrigen Orderpreise eben an anderer Stelle, etwa beim Kundensupport, gespart werden muss. Beim Wertpapierdepot ist es offenbar nicht anders als beim Fliegen: Lufthansa und der Billigflieger Ryanair bringen Sie zwar beide ans Ziel. Doch beim Wie macht sich der Preisunterschied bemerkbar.

Kundenliebling ING-Diba

Technische Ungereimtheiten sind nicht die einzigen Probleme, die im Zusammenhang mit Wertpapierdepots auftreten können. Denn nach dem Kauf von Wertpapieren ist das Thema Geldanlage nicht erledigt. In Ihrem elektronischen Postfach werden sich Abrechnungen zu Transaktionen und Dividendenausschüttungen sowie Vermögensaufstelllungen und Hinweise auf geänderte Steuerregeln häufen. Der Inhalt dieser Dokumente erschließt sich selbst erfahrenen Anlegern nicht immer.

Wenn Sie Wert auf kompetente Hilfe bei Verwaltung ihres Depots legen, ist vermutlich die ING-Diba die richtige Bank* für Sie. Das Institut zählt zwar zu teuersten unter preiswerten Direktbanken, bietet dafür aber einen verlässlichen Service. Dafür sprechen die guten Kundenbewertungen, die sich mit der persönlichen Erfahrung des Autors decken. Neben dem Wertpapierdepot hat die ING-Diba auch viele andere Bankdienstleistungen im Angebot, darunter kostenlose Girokonten*. Wer Wertpapier- und andere Bankgeschäfte unter einem Dach abwickeln möchte, ist bei Deutschlands ältester Direktbank gut aufgehoben.

Falls Sie bereits ein Wertpapierdepot haben und die Bank wechseln wollen, ist das kein Problem. Ihr neuer Depot-Anbieter wickelt den Übertrag in der Regel kostenlos innerhalb von 14 Tagen für Sie ab. Nicht selten erhalten Sie auch noch eine Prämie für den Wechsel.

Wertpapierorders per Telefon und Post

Falls Sie sich den selbstständigen Kauf von Wertpapieren nicht zutrauen, ist die Wüstenrot Direct eine gute Adresse. Die Direktbank bietet auch die Möglichkeit, Wertpapiere telefonisch und per Fax oder Post zu ordern. Die Transaktion wird dann von der Bank durchgeführt. Dafür verlangt das Institut einen Aufschlag von 9,90 Euro pro Order. Selbst mit diesem Zuschlag sind die Orderkosten im Vergleich zu einer Filialbank nicht einmal halb so hoch.

Niedrige Kosten für ETF-Sparpläne

Wer erst Vermögen aufbauen und dafür ETF-Sparpläne abschließen will, kommt bei der Wüstenrot Direkt am günstigsten weg, wenn die monatliche Sparrate unter 200 Euro liegt. Relativ niedrig sind die Ausführungskosten auch bei der Onvista Bank und der Postbank. Bei beiden ist die Auswahl aber gering. Zudem hat die Postbank die schlechtesten Kundenbewertungen.

Die meisten Direktbanken und Online-Broker werben mit kostenlosen ETF-Sparplänen. Das größte Angebot hat Flatex. Checken Sie zuerst, bei wem es kostenlose Sparpläne auf die ETF gibt, die Sie im Auge haben, bevor Sie sich für einen Anbieter entscheiden. Es ist allerdings fraglich, ob diese Angebote dauerhaft sind. Beispielsweise hat die Onvista Bank ein Entgelt für ihre zuvor kostenlosen ETF-Sparpläne eingeführt.

Telefonische Anlageberatung

Anleger, die sich bei der Zusammenstellung eines Portfolios beraten lassen wollen, müssen sich nicht in die Fänge einer Filialbank begeben. Im Gegensatz zu anderen Direktbanken bietet Wüstenrot Direkt auch Anlageberatung über das Telefon oder das Internet an. Ob dieser Service etwas taugt, haben wir allerdings nicht untersucht.

Trotz ihrer Vorzüge ist die Wüstenrot Direct in den Rankings von Vergleichswebsites meist nicht vertreten. Das liegt daran, dass sie keine Honorare für die Vermittlung von Depotkunden bezahlt. Anders als die meisten Websites suggerieren, zeigen ihre Vergleiche keinen vollständigen Marktüberblick, sondern nur die Anbieter, die für eine Verlinkung auf ihre Angebote bezahlen. Ob eine derartige Täuschung der Nutzer zulässig ist, ist juristisch bisher noch umstritten.

Fairvalue rät Anlegern grundsätzlich, ihre Geldanlage selbst in die Hand zu nehmen. Wer das nicht möchte, aber auf eine Beratung wert legt, die unabhängig von Vermittlungsprovisionen ist, sollte einen Honorarberater konsultieren. Das kostet zwar Geld, aber in Kombination mit einem günstigen Onlinedepot, werden Sie voraussichtlich deutlich besser fahren, als wenn Sie auf eine teure und möglicherweise auch noch inkompetente Filialbank setzen.

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© Fairvalue 24.07.2019

Fotografie: Deutsche Börse

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