Aktien-ETF

Geeignet für fast alle Anleger, die ihre Renditechancen steigern möchten. Je mehr Risiko sie eingehen wollen und können, desto höher kann der Anteil an Aktien-ETF sein.

Aktien-ETF sind eine bequeme Form der Aktienanlage. Bei diesen Produkten handelt es sich um Aktienfonds. Diese gibt es in zwei unterschiedlichen Varianten: Aktiv gemanagte Fonds und börsengehandelte Indexfonds, die als ETF bezeichnet werden. Anders als aktiv gemanagte Fonds haben ETF keinen Manager, der die Aktien auswählt, die er für aussichtsreich hält. Stattdessen kopieren sie einen Aktienindex, etwa den Weltaktienindex MSCI World. Das Spektrum an Aktien-ETF ist nicht ganz so groß wie bei aktiv gemanagten Aktienfonds. Aber es gibt sie für die wichtigsten Anlageideen.

Renditechance

Aktien-ETF bieten sehr gute Renditechancen. Der Weltaktienmarkt warf in den vergangenen Jahrzehnten im Durchschnitt etwa 7 Prozent Rendite pro Jahr ab. Häufig schneiden Aktien-ETF besser ab als aktiv gemanagte Fonds, wie zahlreiche Untersuchungen zeigen. Der Wert von Aktien-ETF entwickelt sich fast genauso wie der des Index, den sie kopieren. Es sind keine höheren, aber auch keine niedrigeren Gewinne oder Verluste zu erwarten. Nur die Quellensteuern und Verwaltungskosten gehen von der Indexrendite ab.

Bei aktiv gemanagten Fonds ist dies anders. Sie können um einiges besser oder schlechter als ihr Vergleichsindex abschneiden. Nur eine sehr geringe Zahl der Fondsmanager schafft es jedoch, ihren Index langfristig zu schlagen.

Sicherheit

Aktien-ETF sind deutlich weniger riskant als der Kauf einiger Einzelaktien, weil die Risiken sehr viel besser gestreut sind. Je breiter ein Aktien-ETF aufgestellt ist, desto geringer sind die Risiken. So ist ein Index, der nur deutsche Aktien abbildet, riskanter als einer, der sich auf viele unterschiedliche Länder weltweit bezieht. Als Fundament für ein gemischtes Anlageportfolio eignen sich daher besonders Aktien-ETF auf Indizes, die den Weltaktienmarkt abbilden (siehe Aktienfonds Welt).

Einer der bekanntesten dieser Indizes ist der MSCI World. Er wird fortlaufend berechnet und enthält mehr als 1.600 Unternehmen aus derzeit 23 Ländern. Mit einem Anteil von rund 60 Prozent haben US-Konzerne das mit Abstand größte Gewicht im Index, Firmen aus Schwellenländern sind nicht vertreten. Aber auch breit gestreute Aktien-ETF können Verluste einfahren. Der heftigste Absturz des Weltaktienmarktes betrug in den vergangenen 15 Jahren fast 55 Prozent. Es dauerte gut zehn Jahre, bis diese Verluste wieder aufgeholt waren.

Flexibilität

Aktien-ETF können Sie werktäglich fortlaufend über Ihre Bank an der Börse kaufen und verkaufen. Allerdings ist es ratsam, langfristig in Aktien-ETF zu investieren, am besten mehr als zehn Jahre. Je länger Sie Ihr Geld investiert haben, desto geringer ist die Gefahr, Verluste einzufahren.

Empfehlung

Weil Aktien-ETF der Wertentwicklung von Indizes folgen, die nach festgelegten Regeln zusammengesetzt sind und berechnet werden, sind sie transparenter als Aktienfonds, bei denen ein Manager Anlageentscheidungen trifft. Aktien-ETF müssen Sie nicht wie aktiv gemanagte Fonds regelmäßig überprüfen. Deshalb sind sie besonders bequem. Auch sind sie deutlich preiswerter als Fonds mit aktivem Manager (mehr dazu ETF). Banken empfehlen Aktien-ETF in der Regel nicht, weil sie daran nicht so viel verdienen wie an aktiv gemanagten Fonds.

Auf die beliebtesten Indizes bieten meist eine Reihe von Fondgesellschaften ETF an. Anlegern stehen dann vor der Frage, welcher dieser Fonds den Index am besten abbildet beziehungsweise die höchste Rendite liefert. Eine einfache Kennzahl, die eine schnelle Antwort liefert, gibt es nicht. Wie Sie bei der ETF-Auswahl am besten vorgehen, lesen Sie hier.

© Fairvalue 21.08.2017

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