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Tagesgeld

Geeignet für alle Sparer und Anleger.

Tagesgeld wird auf sogenannten Tagesgeldkonten verwahrt. Sie sind genauso sicher wie Sparbücher, doch die Zinsen sind häufig höher und Kontoinhaber können jederzeit vollständig über die eingezahlte Summe verfügen. Tagesgeldkonten sind sehr gut geeignet, um größere Beträge kurzzeitig zu parken. Zudem können Sie dort dauerhaft eine Barreserve für Notfälle anlegen, die – anders als auf den meisten Girokonten – Zinsen bringt.

Die Abwicklung des alltäglichen Zahlungsverkehrs ist über Tagesgeldkonten aber meist nicht möglich. Von ihnen können oft nur Überweisungen auf sogenannte Referenzkonten, meistens ein Girokonto, getätigt werden.

Renditechance

Wie hoch Tagesgeld verzinst wird, hängt vom allgemeinen Zinsniveau und von der jeweiligen Bank ab. Die Zinsunterschiede zwischen den Banken sind zum Teil beträchtlich. Die höchsten Zinsen bieten in der Regel Direktbanken im Internet, die keine kostenintensiven Filialen betreiben und häufig auch auf teure Werbung verzichten. Bei der Suche nach den besten Tagesgeldkonditionen müssen Sparer allerdings auf der Hut sein. Nicht wenige Banken versuchen, Kunden mit vermeintlich attraktiven Lockangeboten zu ködern, die sich bei genauerer Betrachtung als wenig lukrativ entpuppen. Typische Bankentricks bei Tagesgeldkonten sind:

  • Befristete Angebote: Der attraktive Zins gilt nur für einen begrenzten Zeitraum. Danach gibt es den bescheideneren Standardzins.
  • Limitierte Beträge: Verbreitet sind auch attraktive Zinsen, die aber nur für kleine Beträge gelten, zum Beispiel lediglich bis 5.000 Euro.
  • „Falsche“ Zinstreppe: Mit Zinsen, deren Höhe vom Einzahlungsbetrag abhängt, sollen Kunden animiert werden, möglichst hohe Beträge auf ihr Tagesgeldkonto einzuzahlen. Beispielsweise werden bei Summen über 10.000 Euro 2 Prozent Zinsen geboten, darunter nur 1 Prozent. Dagegen ist nichts einzuwenden, solange der höhere Zins für den gesamten Einzahlungsbetrag gilt. Bei einer „falschen“ Zinstreppe ist das nicht der Fall. Die Bank verzinst lediglich den Betragsanteil über 10.000 Euro mit 2 Prozent. Derartig gestrickte Tagesgeldangebote sollten Sie meiden – Alternativen gibt es genug.
  • Unerwünschte Nebenkosten: Manche Banken und Sparkassen locken Kunden mit hohen Zinsen, verlangen gleichzeitig aber Geld für die Kontoführung, für Überweisungen oder für den Versand der Kontoauszüge. Das schmälert die jährliche Rendite. Wählen Sie nur kostenlose Konten für Tagesgeld und Festzinsanlagen.

Grundsätzlich sind die Zinsen für Tagesgeld variabel. Banken passen sie regelmäßig an. Dabei orientieren sie sich häufig an den Vorgaben der Europäischen Zentralbank. Senkt sie die Zinsen, ziehen die Anbieter von Tagesgeldkonten meistens mit.

Sicherheit

Tagesgeld ist eine sichere Geldanlage. Es unterliegt keinerlei Kursrisiken und ist in der Europäischen Union über die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Wenn Sie mehr als 100.000 Euro im europäischen Ausland anlegen wollen, verteilen Sie Ihr Geld auf verschiedene Banken, sodass die Sicherungsgrenze nicht überschritten wird.

Bei manchen Banken ist allerdings Vorsicht geboten: Sie etikettieren riskantere Geldmarktfonds einfach um und bieten sie als Tagesgeld an. Dass es sich um einen Geldmarktfonds handelt, wird erst im Kleingedruckten ausgewiesen.

Flexibilität

Tagesgeld ist täglich in beliebiger Höhe verfügbar. Bevor Sie es ausgeben können, müssen Sie es aber in der Regel auf ein Referenzkonto, meistens ein Girokonto, überweisen. Das kann ein bis zwei Tage dauern.

Empfehlung

Schauen Sie sich im Internet nach den besten Anbietern um, etwa bei der Stiftung Warentest, bei Finanztip, den Kritischen Anlegern oder der FMH Finanzberatung.

© Fairvalue, aktualisiert am 07.01.2019

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