Hebelprodukte

Hebelprodukte sind riskante Wertpapiere. Mit ihnen können Anleger Summen handeln, die das eingesetzte Kapital um ein Vielfaches übersteigen. Daher die Bezeichnung „Hebel“. Beispiel: Sie gehen eine Wertpapierposition in Höhe von 10.000 Euro ein, zahlen aber nur 200 Euro dafür, dann beträgt der Hebel 50. Wenn nun das Wertpapier, auf das Sie in unserem Beispiel gesetzt haben, um 1 Prozent fällt, verlieren Sie 50 Prozent Ihres eingesetzten Kapitals, nämlich 100 Euro. Bei einem Anstieg des Wertpapieres um 1 Prozent wäre es umgekehrt.

Je größer der Hebel, desto höher die Gewinnchancen – und Risiken. Vereinfacht gesagt, bilden Hebelprodukte zusätzliche Wertpapierkäufe auf Kredit ab. Und davon sollte jeder seriöse Anlageberater in der Regel abraten. Hebelprodukte sind nur für Anlageprofis und für Zocker geeignet. Zu den Hebelprodukten zählen Futures, Optionsscheine und eine Reihe von Zertifikaten wie etwa Faktor-, Turbo– und Knockout-Zertifikate. Auch börsengehandelte Indexfonds (ETF), ETC und ETN gibt es in gehebelten Varianten.

Wie Sie ein fast unschlagbares ETF-Portfolio zusammenstellen und managen, zeigt Finanzjournalist und Fairvalue-Herausgeber Markus Neumann in seinem neuen Buch. Darin verdichtet er aktuelle Erkenntnisse der Finanzmarktforschung und eigene exklusive Datenanalysen zu einem konsistenten Ratgeber für Anleger, die ihren Erfolg nicht dem Zufall überlassen wollen. (Gebundenes Buch 215 x 140 x 25 mm, 256 Seiten, ISBN: 978-3-94689659-3). Blick ins Buch

© Fairvalue, aktualisiert am 08.01.2019

Beitrag teilen

Alle Finanzprodukte in der Übersicht

Aktuelle Beiträge

Geldanlage

Rohstoff-ETF: Nicht alle Fonds sind gut

Geldanlage

Rohstoff-ETF – lohnen sich optimierte Indexstrategien?

Rund 30 Rohstoff-ETF werden an deutschen Börsen gehandelt. Manche bilden klassische Indizes ab, andere setzen auf optimierte Strategien, die höhere Renditen liefern sollen. Welche Fonds sich als langfristiger Portfoliobaustein eignen, analysiert Fairvalue.

US-Dollar - Deutsche Anleger stecken in einem Dilemma

Wechselkurse

Das Dollar-Dilemma

Der US-Dollar ist so teuer wie zuletzt vor 20 Jahren. Viele Anleger fürchten eine Trendwende und fragen sich, wie sie die üppigen Kursgewinne der vergangenen Jahre konservieren können. Oder gilt für Wechselkurse „der Herr hat`s gegeben, der Herr hat`s genommen“? Eine Bestandsaufnahme.

Gold gehört nach Ansicht von Gerd Kommer eher nicht ins Portfolio

Analyse

Kommers Goldpornografie

Der Buchautor und Vermögensverwalter Gerd Kommer zählt zu den populärsten Geldanlageexperten in Deutschland. Doch seine Analysemethoden sind bisweilen fragwürdig. Mit dubiosen Behauptungen und willkürlich ausgewählten Daten redet der gefragte Fachmann die Anlageklasse Gold schlecht.