geeignet - Sonne

Bankauszahlplan

Grundsätzlich geeignet für Sparer, die einen größeren Betrag verzinst anlegen und gleichzeitig regelmäßig eine bestimmte Rate ausbezahlt bekommen wollen. Bei extrem niedrigen Zinsen wie etwa Anfang 2017 sind Bankauszahlpläne aber unattraktiv.

Bei einem Bankauszahlplan legen Kunden einmalig Geld zu einem festen oder variablen Zinssatz für eine bestimmte Laufzeit bei der Bank an. Diese überweist daraus regelmäßig feste Raten. Es handelt sich also quasi um das Gegenteil eines Banksparplans.

Ein Bankauszahlplan eignet sich beispielsweise, um finanzielle Engpässe aufgrund von Altersteilzeit bis zum Rentenbeginn zu überbrücken. Großeltern und Eltern entscheiden sich für Auszahlpläne, um ihren Enkeln oder Kindern über Jahre die Kosten für eine Privatschule oder das Studium zu finanzieren.

Banken bieten Auszahlpläne mit und ohne Kapitalverzehr an. Bei Plänen ohne Kapitalverzehr werden die Auszahlungen nur aus den erwirtschafteten Zinsen entnommen, sodass der eingezahlte Betrag vollständig erhalten bleibt. Diese Variante ist in Zeiten niedriger Zinsen kaum zu empfehlen. Denn hier müssten Sie sehr hohe Beträge anlegen, um nach Steuern eine nennenswerte monatliche Auszahlung zu erzielen. Bei Verträgen mit Kapitalverzehr werden die monatlichen Raten so gewählt, dass am Ende der Laufzeit das Kapital samt Zins und Zinseszins verbraucht ist.

Renditechance

Die Höhe der Verzinsung hängt vor allem vom allgemeinen Marktzinsniveau an. Ist es niedrig, wirft auch ein Bankauszahlplan nicht viel ab. Verträge mit längeren Laufzeiten sind tendenziell höher verzinst. Bei vielen Bankauszahlplänen sind die Zinsen fest. Bei Produkten mit variablen Zinsen sollten Sie darauf achten, dass die Bank die Zinsen nicht willkürlich festlegt, sondern an einen Referenzzins koppelt. Lassen Sie sich erklären, wie oft der Zins überprüft und angepasst wird und mit welchem Abstand zum Referenzzins (Marge) der Auszahlplan verzinst wird.

Sicherheit

Ein Bankauszahlplan ist so sicher wie andere Bankeinlagen. Das Kapital ist von der Einlagensicherung geschützt. Es gibt keinerlei Kursschwankungen. Bei Angeboten mit Festzins steht die Höhe der Zinsen für die gesamte Laufzeit fest, sodass Sie auch genau kalkulieren können, wie lange das Geld reicht.

Flexibilität

Bankauszahlpläne lassen sich so anpassen, dass Anleger Monat für Monat genau den benötigten festen Betrag erhalten. Ansonsten sind diese Verträge aber vollkommen unflexibel: Nachträglich lässt sich meist weder die Höhe der monatlichen Rate verändern, noch können Sie einen Bankauszahlplan während der vereinbarten Laufzeit kündigen.

Empfehlung

Schon wegen der mangelnden Flexibilität sollten Sie niemals Ihr ganzes freies Kapital in einen Bankauszahlplan stecken. Ein Teil sollte für Notfälle auf einem Tagesgeldkonto liegen. Bei niedrigen Zinsen ist es ratsam, bei festverzinsten Bankauszahlplänen nur kurze Laufzeiten zu wählen. Steigen die Zinsen in der Zwischenzeit, können Sie im Anschluss einen Vertrag mit besseren Konditionen abschließen. Bei extrem niedrigen Zinsen wie etwa Anfang 2017 sind Bankauszahlpläne unattraktiv.

© Fairvalue, aktualisiert am 11.01.2019

Beitrag teilen

Alle Finanzprodukte in der Übersicht

Aktuelle Beiträge

Geldanlage

ETF-Empfehlungen: Die besten börsengehandelten Indexfonds

Geldanlage

ETF-Empfehlungen: Die besten Indexfonds für sieben Anlageklassen

Grau ist alle Theorie. Doch jetzt wird es konkret: Fairvalue hat ETF-Empfehlungen für sieben wichtige Anlageklassen zusammengestellt. Aus diesen börsengehandelten Indexfonds können Sie sich bei Ihrer Onlinebank ein erfolgversprechendes Portfolio zusammenstellen – mit ein paar Klicks.

Dieser Mann ist glücklich mit seinem ETF-Portfolio

Ratgeber

Wie Sie ein fast unschlagbares ETF-Portfolio zusammenstellen

Das optimale ETF-Portfolio existiert nur in der Theorie – leider. Doch mit einer einfachen Diversifikationsregel lassen sich Portfolios konstruieren, die dem unerreichbaren Ideal recht nahe kommen. Fairvalue hat acht Depotmischungen durchgerechnet, an denen Sie sich bei der Zusammenstellung Ihres persönlichen ETF-Portfolios orientieren können.

Emerging Markets wachsen rasant

Aktien

Emerging Markets im Portfolio – Es darf ruhig ein bisschen mehr sein

Emerging Markets spielen in den globalen Aktienindizes nach wie vor nur eine Nebenrolle. Dabei hat sich der Anteil der Schwellenländer an der Weltwirtschaftsleistung in den vergangenen 40 Jahren fast verdoppelt. Anleger sollten den aufstrebenden Märkten ein höheres Gewicht in ihren Portfolios einräumen.

Dossier

Haus oder Wohnung kaufen

Was Sie schon immer über Immobilien wissen wollten

Für die meisten Menschen ist der Kauf einer Immobilie die größte Investition ihres Lebens. Eine falsche Entscheidung kann fatale finanzielle Folgen haben. Was Interessenten alles durchleuchten sollten, bevor sie einen Kaufvertrag unterschreiben, lesen Sie in diesem Dossier.

Immobilien - Für viele ein langersehnter Traum

PRODUKTCHECK