Strukturierte Anleihen

ist ein Oberbegriff für Zertifikate, deren Renditechancen meist an eine Reihe von Zusatzbedingungen gekoppelt sind. Beispielsweise kann die Verzinsung eines solchen Papieres von der Entwicklung verschiedener Aktien oder von der eines Referenzzinssatzes wie dem Euribor abhängen. Oftmals tragen strukturierte Anleihen skurrile Namen, die mit Funktion und Inhalt der Anleihe rein gar nichts zu tun haben. Beliebt in den Marketingabteilungen der Banken sind unter anderem Begriffe aus der Tier und Pflanzenwelt wie Ringelblumen- oder Amsel-Anleihe – vermutlich weil sie so nett klingen.

Aber auch Schlagwörter aus der Welt des Sports müssen als Produktnamen herhalten. Selbst die staubtrockene „Basisinformation über Wertpapiere“, ein Standardwerk, das Banken und Sparkassen an ihre Kunden weitergeben, kommt nicht umhin anzumerken: „Man findet bei diesen Anleihen eine Reihe fantasievoller Begriffe für die Produkte.“

Nicht weniger kreativ sind viele Bedingungen, die sich an einzelne Anleihen knüpfen. Bei manchen sind es so viele, dass auch routinierte Fachleute kaum begreifen, worum es eigentlich geht. Wegen ihrer hohen Komplexität sind viele strukturierte Anleihen für Anleger nicht geeignet. Manche grenzen an Glücksspiel.

Doch nicht alles, was unter dem Begriff strukturierte Anleihe eingeordnet wird, ist Teufelszeug. Dazu zählen beispielsweise Aktienanleihen.

© Fairvalue 28.10.2017

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