Indexzertifikate

auch Partizipationszertifikate genannt

bilden die Wertentwicklung von Indizes nach. Daher ist die Wertentwicklung solcher Zertifikate besonders leicht nachzuvollziehen. Steigt der Index, steigt das Zertifikat im gleichen Maß, abzüglich der jährlichen Verwaltungskosten.

Es gibt Indexzertifikate zum Beispiel auf Aktien-, Rohstoff- und Währungsindizes. Im Gegensatz zu vielen börsengehandelten Indexfonds (ETF) auf Aktienindizes schütten Indexzertifikate keine Dividenden aus. Zudem handelt es sich bei den Zertifikaten um Schuldverschreibungen. Das heißt: Bei einer Pleite des Herausgebers werden Indexzertifikate wertlos. Indexfonds sind dagegen bei einer Insolvenz der Fondsgesellschaft geschützt.

Werden für dieselbe Anlageidee Indexzertifikate und -fonds zu ähnlichen Kosten angeboten, sollten Anleger den Fonds vorziehen. Wenn es um Nischenmärkte geht, sind Indexzertifikate allerdings häufig eine der wenigen Möglichkeiten, um dort zu investieren. Die damit verbundenen Risiken hängen vom jeweiligen Markt und der Anlageklasse ab. Grundsätzlich sind kleine Nischenmärkte deutlich riskanter als große etablierte Märkte wie etwa der amerikanische Aktienmarkt. Ein Indexzertifikat auf den vietnamesischen Aktienmarkt beispielsweise birgt ziemlich hohe Verlustrisiken und ist nur als Depotbeimischung für sehr risikobereite Anleger geeignet.

© Fairvalue, aktualisiert am 04.01.2019

Beitrag teilen

Alle Finanzprodukte in der Übersicht

Aktuelle Beiträge

Geldanlage

MSCI World ETF - Monte-Carlo-Simulation

Industrieländeraktien

MSCI-World-ETF – Simulation künftiger Renditen und Risiken

Wer in der Vergangenheit 15 Jahre lang in den MSCI World investierte, machte keinen Verlust – unabhängig vom Einstiegszeitpunkt. Das ist eine historische Tatsache. Aber können Anleger auch in Zukunft sicher sein, zumindest ihren Einsatz zurückzubekommen, wenn sie lange genug investieren? Antworten liefert unsere Simulation künftiger Renditen und Risiken.

Depot-Vergleich: Der Weg an die Börse führt über ein Aktiendepot

Wertpapiere

Depot-Vergleich: Es kommt nicht nur auf den Preis an

Anleger können viel Geld sparen, wenn sie sich für ein günstiges Wertpapierdepot entscheiden. Unser Depot-Vergleich beleuchtet die Kosten verschiedener Anbieter sowie ihre Stärken und Schwächen. In der Holzklasse sollten Anleger nicht allzu viel Komfort erwarten – und mit technischen Ausfällen rechnen.

Nachhaltige Geldanlagen: Nachhaltige ETF investieren auch in Mineralöl- und Tankstellenkonzerne

Verantwortlich investieren

Nachhaltige Geldanlagen – ETF sind keine gute Lösung

Nachhaltige Geldanlagen nach sogenannten ESG-Kriterien sind trendy. Immer mehr entsprechende börsengehandelte Indexfonds (ETF) kommen auf den Markt. Doch die Bewertungskonzepte, nach denen sie Unternehmen aussieben, führen zu fragwürdigen Ergebnissen.