Indexzertifikate

auch Partizipationszertifikate genannt

bilden die Wertentwicklung von Indizes nach. Daher ist die Wertentwicklung solcher Zertifikate besonders leicht nachzuvollziehen. Steigt der Index, steigt das Zertifikat im gleichen Maß, abzüglich der jährlichen Verwaltungskosten.

Es gibt Indexzertifikate zum Beispiel auf Aktien-, Rohstoff- und Währungsindizes. Im Gegensatz zu vielen börsengehandelten Indexfonds (ETF) auf Aktienindizes schütten Indexzertifikate keine Dividenden aus. Zudem handelt es sich bei den Zertifikaten um Schuldverschreibungen. Das heißt: Bei einer Pleite des Herausgebers werden Indexzertifikate wertlos. Indexfonds sind dagegen bei einer Insolvenz der Fondsgesellschaft geschützt.

Werden für dieselbe Anlageidee Indexzertifikate und -fonds zu ähnlichen Kosten angeboten, sollten Anleger den Fonds vorziehen. Wenn es um Nischenmärkte geht, sind Indexzertifikate allerdings häufig eine der wenigen Möglichkeiten, um dort zu investieren. Die damit verbundenen Risiken hängen vom jeweiligen Markt und der Anlageklasse ab. Grundsätzlich sind kleine Nischenmärkte deutlich riskanter als große etablierte Märkte wie etwa der amerikanische Aktienmarkt. Ein Indexzertifikat auf den vietnamesischen Aktienmarkt beispielsweise birgt ziemlich hohe Verlustrisiken und ist nur als Depotbeimischung für sehr risikobereite Anleger geeignet.

© Fairvalue 09.11.2017

Beitrag teilen

Alle Finanzprodukte in der Übersicht

Aktuelle Beiträge

Geldanlage

Fondsvergleich: Die Ersten werden die Letzten sein

Anlagestrategie

Fondsvergleich: Die Ersten werden die Letzten sein

Beim Fondsvergleich wählen Anleger meist die aktiv gemanagten Aktienfonds, die in der jüngeren Vergangenheit die höchsten Renditen lieferten. Doch diese vermeintlichen Gewinnerfonds entwickeln sich in der Zukunft oft unterdurchschnittlich. Anleger fahren besser, wenn sie systematisch Verliererfonds auswählen.

ETF kaufen - nicht immer ohne Überraschungen, was den Börsenpreis angeht

Börsengehandelte Indexfonds

ETF kaufen und verkaufen – Versteckte Kosten schmälern die Rendite

ETF gelten als transparent, flexibel und kostengünstig. Doch in Wahrheit ist der Börsenhandel mit Indexfonds für Privatanleger schwer durchschaubar. Sie zahlen meist überhöhte Preise, wenn sie ETF kaufen. Und wer während Crashs verkauft, muss oft besonders hohe Abschläge auf den fairen Wert des Fonds hinnehmen.

Bei extrem hohem KGV sollte man einen Aktienmarkt auch mal links liegen lassen

Anlagestrategie

KGV – Was die Bewertungskennzahl über Aktien aussagt

In den USA sind Aktien so hoch bewertet wie vor dem Börsencrash im Jahr 1929 – gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), das der Ökonom und Wirtschaftsnobelpreisträger Robert Shiller entwickelte. Viele Anleger fragen sich inzwischen, ob sie besser aussteigen sollten. Doch das ist möglicherweise die falsche Entscheidung.

Dossier

Kapitalanlage

Vorsicht Finanzberatung

Wenn es um Geldanlage geht, lassen sich die meisten Deutschen von ihrem Finanzberater einwickeln. Doch deren Anlagevorschläge sind oft nicht im Interesse des Kunden. Denn Banken empfehlen gerne die Produkte, an denen sie die höchsten Provisionen verdienen. Deshalb ist grundsätzlich Vorsicht geboten. Wie Sie einen guten von einem schlechten Berater unterscheiden, lesen Sie in unserem Dossier.

Vorsicht Finanzberatung

PRODUKTCHECK