Indexzertifikate

auch Partizipationszertifikate genannt

bilden die Wertentwicklung von Indizes nach. Daher ist die Wertentwicklung solcher Zertifikate besonders leicht nachzuvollziehen. Steigt der Index, steigt das Zertifikat im gleichen Maß, abzüglich der jährlichen Verwaltungskosten.

Es gibt Indexzertifikate zum Beispiel auf Aktien-, Rohstoff- und Währungsindizes. Im Gegensatz zu vielen börsengehandelten Indexfonds (ETF) auf Aktienindizes schütten Indexzertifikate keine Dividenden aus. Zudem handelt es sich bei den Zertifikaten um Schuldverschreibungen. Das heißt: Bei einer Pleite des Herausgebers werden Indexzertifikate wertlos. Indexfonds sind dagegen bei einer Insolvenz der Fondsgesellschaft geschützt.

Werden für dieselbe Anlageidee Indexzertifikate und -fonds zu ähnlichen Kosten angeboten, sollten Anleger den Fonds vorziehen. Wenn es um Nischenmärkte geht, sind Indexzertifikate allerdings häufig eine der wenigen Möglichkeiten, um dort zu investieren. Die damit verbundenen Risiken hängen vom jeweiligen Markt und der Anlageklasse ab. Grundsätzlich sind kleine Nischenmärkte deutlich riskanter als große etablierte Märkte wie etwa der amerikanische Aktienmarkt. Ein Indexzertifikat auf den vietnamesischen Aktienmarkt beispielsweise birgt ziemlich hohe Verlustrisiken und ist nur als Depotbeimischung für sehr risikobereite Anleger geeignet.

© Fairvalue, aktualisiert am 04.01.2019

Beitrag teilen

Alle Finanzprodukte in der Übersicht

Aktuelle Beiträge

Geldanlage

ETF-Portfolios mit BIP-Gewichtung lieferten vier Jahrzehnte in Folge höhere Renditen

Anlagestrategie

ETF-Portfolio: Gewichtung nach BIP oder Marktkapitalisierung?

Wer ein globales Aktienportfolio aus börsengehandelten Indexfonds (ETF) zusammenstellen will, muss entscheiden, wie die einzelnen Länder gewichtet werden sollen. Vier Jahrzehnte in Folge war es vorteilhaft, das Depot nach der Wirtschaftsleistung gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) zu strukturieren. Doch seit 2010 hat sich das Blatt gewendet.

Buy and Hold - Nichtstun lautet das Erfolgsrezept

Anlagestrategie

Buy and Hold – Warum Nichtstun an der Börse so erfolgreich ist

Buy and Hold ist eine Strategie, bei der Anleger Kurseinbrüche einfach aussitzen. Dieses Anlagekonzept ist nur mit einer ordentlichen Portion Glück zu schlagen. Wer aber auf halber Strecke die Nerven verliert, hat in der Regel das Nachsehen.

Rebalancing von ETF-Portfolios: Der Nutzen ist zweifelhaft

Anlagestrategie

Wenn das ETF-Portfolio Kopf steht: Was bringt Rebalancing?

Rebalancing wird vielfach als Wundermittel gepriesen: Wer durch regelmäßiges Umschichten des ETF-Portfolios den Aktienanteil weitgehend konstant halte, könne das Risiko kontrollieren und die Rendite erhöhen, heißt es. Eine differenzierte Analyse zeigt jedoch, dass ein „Rendite-Bonus“ unwahrscheinlich und die versprochene Risikosteuerung Augenwischerei ist.

Dossier

Exchange Traded Funds

ETF-Wissen für Profis

Auf den ersten Blick sind börsengehandelte Indexfonds (ETF) relativ transparent und einfach zu verstehen. Doch  bei genauerer Betrachtung sind auch diese Finanzprodukte ziemlich komplex. Unfundierte Entscheidungen können Rendite kosten. Wie Anleger ETF professionell auswählen, welche Kennzahlen dabei entscheidend sind und was beim Handel mit ETF hinter den Kulissen abläuft, lesen Sie in diesem Dossier. Zudem haben wir die zwei führenden Vergleichsportale für ETF unter die Lupe genommen – und schwere Mängel aufgedeckt.

Fundiertes ETF-Wissen führt zu den richtigen Entscheidungen

PRODUKTCHECK