Indexzertifikate

auch Partizipationszertifikate genannt

bilden die Wertentwicklung von Indizes nach. Daher ist die Wertentwicklung solcher Zertifikate besonders leicht nachzuvollziehen. Steigt der Index, steigt das Zertifikat im gleichen Maß, abzüglich der jährlichen Verwaltungskosten.

Es gibt Indexzertifikate zum Beispiel auf Aktien-, Rohstoff- und Währungsindizes. Im Gegensatz zu vielen börsengehandelten Indexfonds (ETF) auf Aktienindizes schütten Indexzertifikate keine Dividenden aus. Zudem handelt es sich bei den Zertifikaten um Schuldverschreibungen. Das heißt: Bei einer Pleite des Herausgebers werden Indexzertifikate wertlos. Indexfonds sind dagegen bei einer Insolvenz der Fondsgesellschaft geschützt.

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Werden für dieselbe Anlageidee Indexzertifikate und -fonds zu ähnlichen Kosten angeboten, sollten Anleger den Fonds vorziehen. Wenn es um Nischenmärkte geht, sind Indexzertifikate allerdings häufig eine der wenigen Möglichkeiten, um dort zu investieren. Die damit verbundenen Risiken hängen vom jeweiligen Markt und der Anlageklasse ab. Grundsätzlich sind kleine Nischenmärkte deutlich riskanter als große etablierte Märkte wie etwa der amerikanische Aktienmarkt. Ein Indexzertifikat auf den vietnamesischen Aktienmarkt beispielsweise birgt ziemlich hohe Verlustrisiken und ist nur als Depotbeimischung für sehr risikobereite Anleger geeignet.

© Fairvalue, aktualisiert am 04.01.2019

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