Schuldverschrei­bungen

sind Anleihen, die von einem Unternehmen oder einem Staat herausgegeben werden. Der Käufer einer Schuldverschreibung gibt dem Herausgeber einen Kredit für eine bestimmte Laufzeit. Dafür erhält er verbriefte Ansprüche etwa auf Zinsen und die Rückzahlung seines Kapitals. Es gibt Inhaber- und Namensschuldverschreibungen. Letztere sind auf den Namen eines bestimmten Inhabers ausgestellt. Sie sind für den Börsenhandel nicht vorgesehen. Inhaberschuldverschreibungen sind dagegen Anleihen, in die kein Besitzer eingetragen ist. Sie können deshalb problemlos übertragen und an Börsen gehandelt werden.

Der jeweilige (anonyme) Besitzer einer Inhaberschuldverschreibung hat eine Forderung gegen den Herausgeber. Nicht nur verzinsliche Wertpapiere sind Schuldverschreibungen. Auch Zertifikate, deren Wertentwicklung an die unterschiedlichsten Faktoren gekoppelt sein kann, sind Inhaberschuldverschreibungen.

Für alle Schuldverschreibungen gilt: Ist ein Herausgeber zahlungsunfähig, werden seine Papiere wertlos. Dieses Risiko wird Emittentenrisiko genannt.

© Fairvalue 09.11.2017

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