Geschlossene Ökofonds

sind geschlossene Fonds, die beispielsweise in Wind und Solarparks, Wasserkraftwerke oder Biogasanlagen investieren. Die Projekte werden mit Krediten und mit Anlegergeld finanziert. Nach dem neuen Kapitalanlagegesetzbuch, das am 22. Juli 2013 in Kraft getreten ist, dürfen nur noch maximal 60 Prozent des Fonds mit Krediten finanziert werden.

Privatanleger können sich als Kommanditisten mit Summen meist ab 10.000 Euro (plus 5 Prozent Abschlussprovision) an einem Fonds beteiligen. Dafür werden ihnen Renditen bis zu 10 Prozent in Aussicht gestellt, die durch den Verkauf des erzeugten Stroms erwirtschaftet werden sollen. Über jährliche Ausschüttungen erhalten Anleger ihre Einlage zurück sowie zusätzlich eine Vergütung für ihr Kapital.

Haben Anbieter die Erträge des Fonds zu positiv eingeschätzt, können Ausschüttungen geringer ausfallen oder ganz wegfallen. Geht der geschlossene Ökofonds pleite, können Anleger ihre gesamte Einlage verlieren, weil sie als Mitunternehmer der Fondsgesellschaft für Verluste bis zur Höhe ihrer Einlage haften. Ein vorzeitiger Verkauf der Fondsanteile ist meist nur mit Verlusten möglich (siehe geschlossene Fonds). Geschlossene Ökofonds sind allenfalls etwas für vermögende Anleger. Wegen der hohen Risiken sollten auch sie nicht mehr als 5 Prozent ihres Vermögens in Ökofonds stecken.

Eine gute Chance, mit Wind, Solar oder Biogasanlagen Geld zu verdienen, bieten Bürgerbeteiligungen. Da sich bei solchen Projekten in der Regel alle Beteiligten kennen und die Ziele des Projekts gemeinsam planen, wird hier meist vorsichtiger kalkuliert. Hohe Provisionen, die Banken und Vermittler für den Vertrieb der Fonds kassieren, fallen nicht an. Da alle Anleger Mitspracherechte haben, können sie Fehlentwicklungen leichter erkennen. Risikolos sind allerdings auch Bürgerbeteiligungen nicht.

© Fairvalue 07.11.2017

Beitrag teilen

Alle Finanzprodukte in der Übersicht

Aktuelle Beiträge

Geldanlage

ETF-Empfehlungen: Die besten börsengehandelten Indexfonds

Geldanlage

ETF-Empfehlungen: Die besten Indexfonds für sieben Anlageklassen

Grau ist alle Theorie. Doch jetzt wird es konkret: Fairvalue hat ETF-Empfehlungen für sieben wichtige Anlageklassen zusammengestellt. Aus diesen börsengehandelten Indexfonds können Sie sich bei Ihrer Onlinebank ein erfolgversprechendes Portfolio zusammenstellen – mit ein paar Klicks.

Dieser Mann ist glücklich mit seinem ETF-Portfolio

Ratgeber

Wie Sie ein fast unschlagbares ETF-Portfolio zusammenstellen

Das optimale ETF-Portfolio existiert nur in der Theorie – leider. Doch mit einer einfachen Diversifikationsregel lassen sich Portfolios konstruieren, die dem unerreichbaren Ideal recht nahe kommen. Fairvalue hat acht Depotmischungen durchgerechnet, an denen Sie sich bei der Zusammenstellung Ihres persönlichen ETF-Portfolios orientieren können.

Emerging Markets wachsen rasant

Aktien

Emerging Markets im Portfolio – Es darf ruhig ein bisschen mehr sein

Emerging Markets spielen in den globalen Aktienindizes nach wie vor nur eine Nebenrolle. Dabei hat sich der Anteil der Schwellenländer an der Weltwirtschaftsleistung in den vergangenen 40 Jahren fast verdoppelt. Anleger sollten den aufstrebenden Märkten ein höheres Gewicht in ihren Portfolios einräumen.

Dossier

Haus oder Wohnung kaufen

Was Sie schon immer über Immobilien wissen wollten

Für die meisten Menschen ist der Kauf einer Immobilie die größte Investition ihres Lebens. Eine falsche Entscheidung kann fatale finanzielle Folgen haben. Was Interessenten alles durchleuchten sollten, bevor sie einen Kaufvertrag unterschreiben, lesen Sie in diesem Dossier.

Immobilien - Für viele ein langersehnter Traum

PRODUKTCHECK