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Express-Zertifikate

sind Wetten, von denen Anleger besser die Finger lassen sollten. Käufer setzen darauf, dass ein Ereignis innerhalb eines festgelegten Zeitraumes zu bestimmten Stichtagen, spätestens aber bei Fälligkeit des Zertifikats eintritt. Ist das der Fall, erhalten sie einen vorab festgelegten Zins. Tritt das Ereignis nicht ein, bekommen die Anleger entweder nur ihr eingesetztes Kapital zurück oder erleiden sogar Verluste.

Basiswert für Express-Zertifikate sind häufig Aktienindizes wie der Dax. Hält er sich beispielsweise nach einem Jahr zu einem festgelegten Stichtag über einem bestimmten Wert, wird das Zertifikat plus Zinsen vorzeitig zurückgezahlt. Das ist der „Express“.

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Liegt der Aktienindex unter der festgelegten Schwelle, geht die Wette in die nächste Runde. Gleichzeitig erhöht sich der Einsatz (und damit natürlich auch das Risiko). Denn in der zweiten Runde spielt der Zertifikate-Käufer quasi „Doppelt oder nichts“. Entweder bekommt er zum nächsten Stichtag den Zins für zwei Jahre, oder es gibt nichts und er muss in der nächsten Runde antreten, in der es nun um die Zinsen für drei Jahre geht. Das kann sich so Runde um Runde fortsetzen – bis zur Fälligkeit des Zertifikats.

Anleger machen mit Express-Zertifikaten nur dann einen besseren Schnitt als mit direkten Anlagen in den Aktienindex, wenn dieser während der Laufzeit des Zertifikats unter dem Strich kaum ansteigt und sich an einem der Stichtage knapp über dem festgelegten Wert hält. Ein solcher Verlauf ist aber nicht sonderlich wahrscheinlich. Steigt der Index stark an, werden Express-Zertifikate-Käufer mit einem Trinkgeld abgespeist.

Über den festgelegten Zins hinaus partizipieren sie nicht an Kursgewinnen. Fällt der Index kräftig, sind sie dagegen in der Regel in vollem Umfang an den Verlusten beteiligt.

Insgesamt sind Express-Zertifikate ein schlechtes Geschäft, wenn man Chancen und Risiken gegeneinander abwägt.

© Fairvalue, aktualisiert am 11.01.2019

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