Sparbrief

Geeignet für alle Sparer und Anleger, die ohne Risiko zu einem festen Zins anlegen möchten.

Sparbriefe sind festverzinsliche Wertpapiere, die von Banken und Sparkassen herausgegeben werden. Sie unterscheiden sich nur wenig von Festgeld mit langen Laufzeiten. Die Mindestanlagesummen liegen häufig zwischen 2.500 und 5.000 Euro. Anders als manche Festgeldkonten müssen Sparbriefe üblicherweise am Laufzeitende nicht gekündigt werden.

Es gibt vier Sparbrief Varianten:

  1. Sparbriefe mit jährlicher Zinszahlung: Sie zahlen die Zinsen meist nach Ablauf eines Laufzeitjahres an den Kunden aus, beispielsweise auf das Girokonto. Das bedeutet, der Zinsertrag wird jährlich steuerlich wirksam.
  2. Sparbriefe mit jährlicher Zinszahlung und Wiederanlage der Zinsen: Sie funktionieren wie Variante 1, die Zinsen werden aber wieder dem Sparbriefkonto zugebucht und in den folgenden Jahren mitverzinst. Vorteil: Der Kunde muss sich nicht um die Anlage der Zinsen kümmern und profitiert vom Zinseszinseffekt.
  3. Aufgezinste Sparbriefe: Bei dieser Variante werden die Zinsen nicht jährlich ausgeschüttet, sondern gesammelt und erst am Ende der Laufzeit auf einen Schlag zusammen mit dem Anlagebetrag ausgezahlt. Das kann dazu führen, dass die Zinserträge in diesem Jahr den Sparerpauschbetrag von 801 Euro pro Jahr für Alleinstehende, 1.602 Euro für Verheiratete, übersteigen und Abgeltungsteuer fällig wird, während der Pauschbetrag in den Vorjahren, in denen keine Zinsen flossen, nicht ausgeschöpft wurde.
  4. Abgezinste Sparbriefe: Hier wird der Zinsertrag beim Kauf des Sparbriefes vom Nennbetrag abgezogen. Am Ende der Laufzeit wird der volle Nennwertzurückbezahlt. Steuerlich sind sie wie Variante 3.

Renditechance

Die Höhe der Zinsen für Sparbriefe hängt vom allgemeinen Zinsniveau und von der jeweiligen Bank ab.

Sicherheit

Sparbriefe sind eine sichere Geldanlage. Die Zinsen sind fest vereinbart, es gibt keine Kursschwankungen und das Kapital ist in den EU-Ländern über die Einlagensicherung bis zu einem Betrag von 100.000 Euro pro Kunde und Bank geschützt. Bei den meisten deutschen Privatbanken noch weit mehr.

Flexibilität

Vor Ablauf der Laufzeit können Anleger nicht an ihr Geld heran. Sie können Sparbriefe zwar im Notfall beleihen. Das kann allerdings teuer werden.

Empfehlung

Wer nicht jährlich ohnehin mit Zinseinnahmen und Dividenden aus anderen Anlagen seinen Sparerpauschbetrag voll ausschöpft, fährt bei größeren Beträgen mit den Sparbrief- Varianten 1 oder 2 am besten. Vorsicht ist bei Sparbriefen mit sogenannter Nachrangabrede geboten. Sie unterliegen nicht der gesetzlichen Einlagensicherung. Geht die Bank pleite, ist das Geld eventuell weg. Dieses Risiko wird gern im Kleingedruckten versteckt.

© Fairvalue 09.11.2017

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