Short-ETF

sind sehr riskant und daher für Kleinanleger ungeeignet. Mit diesen speziellen börsengehandelten Indexfonds, sogenannten Exchange Traded Funds (ETF), können Anleger auch auf fallende Kurse setzen, beispielsweise bei Anleihen und Aktien. Der Wert solcher Short-ETF steigt, falls die Notierungen eines Referenzindex sinken. Wenn Anleger mit einem Finanzprodukt auf fallende Kurse setzen, wird diese Position im Finanzmarktjargon als „short“ bezeichnet (mit einer „Long-Position“ wettet man dagegen auf steigende Kurse).

Short-ETF erscheinen im ersten Augenblick recht attraktiv, weil man beispielsweise mit entsprechenden Produkten auf Aktien während Finanzmarktkrisen viel Geld verdienen kann. Wenn die Aktienkurse steigen, macht man aber Verluste. Das Problem: Legt man die historische Börsenentwicklung einzelner Märkte zugrunde, ist die Wahrscheinlichkeit für steigende Kurse höher als für fallende. Phasen sinkender Notierungen sind zudem oft nur von kurzer Dauer. Entsprechend hoch ist das Verlustrisiko mit Short-ETF.

Hinzu kommt, dass die Wertentwicklung nur schwer nachvollziehbar ist. Short-ETF werden auch als gehebelte ETF angeboten. In dieser Version sind sie noch riskanter.

© Fairvalue, aktualisiert am 03.01.2019

Beitrag teilen

Alle Finanzprodukte in der Übersicht

Aktuelle Beiträge

Geldanlage

Smart Beta entdeckten Wissenschaftler

Aktien

Smart Beta – Kann Wissenschaft den Markt schlagen?

Hinter dem Begriff Smart Beta, auch Factor Investing genannt, verbergen sich von Wissenschaftlern erforschte Aktienstrategien. Diese regelbasierten Anlagekonzepte sollen langfristig höhere Renditen als der Marktdurchschnitt liefern. Fairvalue zeigt, welche Faktoren in der Vergangenheit erfolgreich waren und wie sich Smart-Beta-ETF in ein Portfolio integrieren lassen.

Börsencrash - Wie Sie Kursstürze am Aktienmarkt meistern

Anlagestrategie

Börsencrash – Wie Sie Kursstürze am Aktienmarkt meistern

Nichts fürchten Anleger mehr als einen Börsencrash. Aus Angst vor Verlusten, treffen sie meist falsche Entscheidungen, wenn die Aktienkurse fallen und verlieren so viel Geld. Doch wie lässt sich ein Anlageportfolio souverän durch Krisen manövrieren? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Cost Average Effekt: Was bringt er?

Anlagestrategie

Cost-Average-Effekt: All-in-Strategie schlägt Salamitaktik

Sollte man einen größeren Geldbetrag auf einmal investieren oder lieber nach und nach in den Markt einsteigen? Das ist eine der meistdiskutierten Fragen unter Anlegern. Eine Datenanalyse zeigt, dass diejenigen, die auf den sogenannten Cost-Average-Effekt spekulieren und scheibchenweise anlegen, meist schlechter abschneiden als eine All-in-Strategie.