Börse für Anfänger: So werden Sie Kapitalist

In sechs Schritten zum Portfolio

Börse für Anfänger: So werden Sie Kapitalist

Sie haben Geld, aber keine Ahnung von Geldanlage? Kein Problem. Es ist gar nicht so schwer, sich ein solides Wertpapier-Portfolio zusammenzustellen, das eine anständige Rendite liefert und gleichzeitig nicht zu riskant ist. In unserem Dossier Börse für Anfänger erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen, um erfolgreich zu investieren.

Das Dossier besteht aus sechs Beiträgen, die ganz unten in der Reihenfolge aufgelistet sind, in der Sie sie lesen sollten. Nehmen Sie sich Zeit und lesen Sie jeden Artikel sorgfältig. Wenn Sie einen pro Tag schaffen, sind Sie nach einer Woche in der Lage, ein Portfolio zusammenzustellen, das um Längen besser ist als alles, was ein Bankberater Ihnen andrehen würde.

Keine Angst: Sie brauchen keine Vorkenntnisse. Dies hier ist eine Börseneinführung für Anfänger. Sie müssen auch kein Zahlengenie sein. Eine Portion gesunder Menschenverstand und eine Spur Disziplin ist vollkommen ausreichend, um ein guter Anleger zu werden. Das haben schon viele vor Ihnen geschafft – und auch Sie werden es mit unserer Hilfe hinkriegen.

So geht Börse für Anfänger

Falls Sie etwas nicht verstehen, hilft Ihnen unser Finanzlexikon weiter. Darin erklären wir viele Begriffe ausführlich. Wenn Sie in den Texten Begriffe, die gefettet sind, mit der Maus berühren, klappt ein kleines Fenster mit einem Erklärungstext auf. Einzelne Finanzprodukte, die in den Texten vorkommen, erläutern wir in unserem Produktcheck. Folgen Sie einfach den Links.

Manche Banken versuchen zu suggerieren, dass Anleger ständig die Märkte beobachten und viel mit Wertpapieren handeln müssen, um erfolgreich zu sein. Das ist – mit Verlaub – kompletter Unsinn. Vielmehr ist es so: Wer viel handelt, verliert meistens Geld, während die Bank immer gewinnt. Denn sie verdient an jedem Wertpapiergeschäft, das sie vermittelt.

Erfolgreiche Geldanlage ist eine ruhige Angelegenheit, die wenig Zeit kostet. Die Portfolios,  die wir Ihnen vorschlagen, brauchen kaum Pflege. Es reicht, wenn Sie einmal im Jahr einen Blick darauf werfen und gegebenenfalls etwas nachjustieren. Die vielfach vorgeschobene Schutzbehauptung, ich habe keine Zeit für Geldanlage, ist also nicht stichhaltig. Ihr größter Zeitaufwand besteht darin, diesen Börsenkurs für Anfänger zu bewältigen, der in sechs Schritte unterteilt ist.

In diesen sechs Schritten schafft es jeder Anfänger an die Börse

  • Schritt 1: Eröffnen Sie ein Wertpapierdepot. Für Anfänger empfehlen die Depots der Direktbanken ING-Diba* und Wüstenrot Direkt. –> Depot-Vergleich
  • Schritt 2: Machen Sie sich Gedanken, wie viel Risiko Sie eingehen möchten und können. Eine erfolgreiche Anlagestrategie funktioniert nur, wenn Sie sie auch durchhalten können und nicht auf halber Strecke die Nerven verlieren. –> Asset Allocation
  • Schritt 3: Erfahren Sie, was Diversifikation konkret bedeutet. Wie Sie Ihr Risiko senken und möglicherweise sogar noch die Rendite erhöhen. –> Diversifikation
  • Schritt 4: Lernen Sie ausgewählte Anlageklassen wie Industrieländeraktien und Schwellenländeranleihen kennen, aus denen Sie ein robustes Portfolio aus börsengehandelten Indexfonds (ETF) zusammenstellen können. –> Anlageklassen
  • Schritt 5:  Suchen Sie eines der vorgeschlagenen ETF-Portfolios aus oder stellen Sie sich ihre eigene Kombination aus verschiedenen Anlageklassen nach einfachen Regeln zusammen. –> ETF-Portfolio
  • Schritt 6:  Wählen Sie die entsprechenden ETF aus unserer Empfehlungsliste aus und kaufen Sie sie. –> ETF-Empfehlungen

Jetzt sind Sie schon fast ein Börsenprofi. Sie wissen wenigstens so gut Bescheid, wie Ihr Anlageberater in der Filialbank um die Ecke. Die fetten Provisionen, die er Ihnen abgeknöpft hätte, streichen nun Sie ein. Glückwunsch!

Falls Ihnen Geldanlage doch zu anstrengend und zu kompliziert erscheint

Hatten Sie gehofft, Sie könnten das Thema Geldanlage im Do-It-Yourself-Verfahren mal eben schnell in zwei Stunden erledigen? Sind Sie nun enttäuscht und frustriert, weil Sie feststellen, dass Sie mehr Zeit investieren müssen? Falls dem so ist,  haben wir bequemere (aber dafür auch teurere) Alternativen für Sie:

Gehen Sie zu einem unabhängigen Honorarberater und lassen sich von ihm ein ETF-Portfolio zusammenstellen. Das kostet zwar Geld, ist aber langfristig allemal günstiger als wenn Sie sich von einem Bankberater – vermeintlich kostenlos – teure Finanzprodukte ins Depot drücken lassen, die meist wenig taugen und möglicherweise nicht einmal vernünftig zusammenpassen.

Sie können das Thema Geldanlage auch an einen Vermögensverwalter delegieren. Die klassischen Verwalter bedienen nur Kunden mit einem Vermögen von 500.000 Euro aufwärts. Doch im Internet bieten inzwischen digitale Vermögensverwalter, sogenannte Robo-Advisor, ihre Dienste bereits ab Einstiegssummen von ein paar 1000 Euro an – zu meist noch erträglichen Konditionen.

Haben Sie sich für ein Portfolio entschieden, müssen Sie sich um nichts weiter kümmern. Der digitale Verwalter kauft die entsprechenden Wertpapiere und betreut anschließend das Portfolio. Auf persönliche Beratungsgespräche in gediegener Atmosphäre müssen Sie bei Robo-Advisorn allerdings verzichten.

Wenn Ihnen gar nicht zu helfen ist und Sie lieber weiterhin dem freundlichen Berater in Ihrer Sparkasse oder Bankfiliale vertrauen, der sicherlich ein guter Mensch ist, Sie aber aller Erfahrung nach mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr schlecht als recht beraten wird, dann lesen Sie wenigsten unseren Beitrag Finanzberater. Nach der Lektüre wissen Sie in etwa, wie eine seriöse Anlageberatung ablaufen sollte – und welcher Papierkram auf Sie zukommt.

Meiden Sie Geldanlage-Foren

Und noch ein guter Rat zum Schluss unserer langen Vorrede: Kommen Sie nicht auf die Idee, sich in irgendwelchen Facebook-Gruppen zum Thema Geldanlage herumzudrücken. Dort sind die Texte zwar schön kurz. Doch die Halbwahrheiten und Stammtischweisheiten, die dort verbreitet werden, bringen Sie nicht weiter. Sie tragen eher zu Ihrer Verwirrung bei und bergen die Gefahr, dass Sie gehörig daneben liegen werden, wenn Sie einem der vielen fragwürdigen Ratschläge folgen. Natürlich ist nicht alles falsch, was in Facebook-Gruppen und anderen Foren gepostet wird. Doch Sie als Börsen-Anfänger werden Schwierigkeiten haben, die hilfreichen von den schädlichen Vorschlägen zu unterscheiden.

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